Willkommen in Stadt Waregem
Der Name Waregem, ursprünglich Waro-ingha-heim, wird das erste Mal 826 genannt, und, so meint man, bedeutet ‘der Wohnort des Clans Waro'. Der Name und die Siedlungen auf die hingewiesen wird, sind jedoch älter als dieses Datum. Sie stammen aus der fränkischen Periode.
In der gallo-römischen Periode waren in Waregem sicher verschiedene Siedlungen anwesend. Das wird durch verschiedenen zurückgefundenen Funde gezeigt. Es handelt sich hier sowohl um Pfeilspitzen, Scherben von Gefässen, als auch um Münzen.
Die ersten Einwohner der heutigen Stadt Waregem siedelten sich vor allem entlang den Ufern des Flusses ‘de Leie'an. Der grösste Teil der heutigen Stadt war Waldgebiet. Rund 950 kam ein ausgebreitetes Gebiet, das sich über den grössten Teil von Beveren, beinah ganz Desselgem und breite Grenzstreifen von Deerlijk und Waregem erstreckte, in den Besitz des Heiligen Sankt Peterklosters (Sint Pieterabdij) von Gent. Bis in das 13. Jahrhundert besass das Genter Sankt Baafskloster viele Ländereien in Vijve und Waregem. Die Periode vom 9. bis zum 13. Jahrhundert nennt man die Periode der Feudalisierung der Gavergegend (de Gaverstreek): Adelige bereicherten sich an Grunstücken des Genter Sankt Peterklosters.
Mit dem Gebiet von Vijve und Waregem, das zum Sankt Baafskloster von Gent gehörte, war es nicht anders gestellt. Dieses Zentrum von Waregem wurde von allen Seiten umringt durch Ländereien von Adeligen. Diese nahmen im 12. Jahrhundert Besitz von Waregem, mit Ausnahme des Dorfzentrums, das der ‘Unsere Liebe Frau Kapitel' (O.L.V. Kapitel) von Doornik geschenkt wurde.
Mit der französischen Revolution kam ein Ende an diese feudalistische Struktur. Die Alternative wurde ein moderner und zentralisierter Staat, mit einer neuen administrativen Gliederung und einer vollständigen Trennung der gesetzgebenden und richterlichen Macht. Waregem, Desselgem und Beveren-Leie gehörten seitdem zum Landkreis Harelbeke, und Sint-Eloois-Vijve zum Landkreis Oostrozebeke.
Die kommunale Autonomie von Beveren-Leie, Desselgem, Sint-Eloois-Vijve und Waregem wurde gut respektiert. Mit der Fusion, rechtskräftig seit dem 1. April 1977, wurden diese 4 Gemeinden vereint im Landkreis Waregem.
Am 23. Juni 1999 wurde im Parlament das Gesetz, um sich „Stadt"nennen zu dürfen, den Gemeinden Genk, Mortsel, Seraing und Waregem, anerkannt. Durch dieses Gesetz darf Waregem sich seit dem 1. Januar 2000 offiziell „Stadt' nennen. Die Stadt Waregem hat eine Oberfläche von 4.494 Hektaren und zählte am 1. Mai 2001 nicht weniger als 35.869 Einwohner.
Wirtschaftlich
Waregem liegt am Rande des Stadtgebietes von Kortrijk und hat einen stark urbanisierten, industriellen Charakter. Waregem ist auch Teil des Kortrijker Industriegebietes, das durch die Gemeinden Menen-Avelgem-Waregem-Lendelede räumlich begrenzt wird.
Diese Gegend ist gemeinsam mit dem Brügger Industriegebiet der Schwerpunkt industrieller Tätigkeit in West Flandern.
Im Vergleich zu West Flanderen gibt es im Arrondissement wozu Waregem gehört, wenig primäre Tätigkeit. Die Industrie dagegen ist, vor allem in Waregem, relativ wichtiger als in der Provinz und im Arrondissement, sowohl was die Anzahl der Betriebe, als auch die Beschäftigung betrifft.
Versorgung
Waregem ist in der wissenschaftlichen Literatur angedeutet als ein Zentrum mit einer Versorgungsfunktion für die Umgebung, die variiert von 65.000 bis 100.000 Einwohner. Auf kultureller, erholsamer und sportlicher Ebene ist Waregem massgebend für die Umgebung.
Das Kulturzentrum "De Schakel" ist ein polyvalentes Gebäude, in dem sich eine Bibliothek, eine Phonothek, ein Theater mit fünfhundert Sitzplätzen, ein Foyer für Ausstellungen und verschiedene polyvalente Säle befinden.
Die Sportinfrastruktur von Waregem ist tonangebend, nicht nur für die ganze Umgebung, sondern auch für die Provinz und ganz Belgien. Neben einem Hallenbad, einer Leichtathletikpiste, verschiedenen Sporthallen (Gemeinde und Privat), einem Hallenschiessstand für Karabiner und Pistole, einer Joggingpiste und einem Minigolfplatz, gibt es in Waregem noch einen Golfplatz (18 Löcher), ein Tenniszentrum und nicht zu vergessen das Bloso-Reitsportzentrum und die Pferderennbahn.
Was die medische Versorgung anbelangt, ist auch hierfür bestens für die Bevölkerung gesorgt (ein Krankenhaus, ein Altersheim, usw...) .
Auch die Infrastruktur betreffend des Bildungswesens ist versichert. Waregem zählt mehr als 20 Kindergärten beziehungsweise Grundschulen und noch 7 sekundäre Schulen.
Verkehr
Waregem ist geographisch besonders günstig gelegen. Die Stadt liegt an der E17 (Autobahn) und hat eine Ein- und Ausfahrt zu dieser Autobahn. Auf dieser wichtigen Autobahnstrecke zwischen Antwerpen und Kortrijk befinden sich zwei wichtige Industriegebiete, nämlich Vijverdam und Deerlijk-Waregem. Auch der regionale Weg Kortrijk-Gent bleibt eine wichtige Verkehrsader. Die elektrische (seit 1980) Eisenbahnlinie Kortrijk-Gent, hält auch in Waregem. Der IC-Zug versichert stündlich die Verbindung zwischen Gent und Kortrijk. Die Teilgemeinden Beveren-Leie, Desselgem und Sint-Eloois-Vijve sind am Fluss ‘die Leie' gelegen, einem Wasserlauf befahrbar für Schiffe bis zu 1.350 Tonnen.
Kommerzielles und Dienstleistungszentrum
Die ältesten Einkaufsstrassen sind die ‘Stormestraat' und ‘Stationsstraat', die jetzt zusammen mit dem ‘Pand', der ‘Holstraat', der ‘Keukeldam' und dem Markt den Mittelpunkt des kommerziellen Herzens von Waregem bilden.
Das ‘Pand' ist ein Einkaufszentrum mit Kaufhäusern, zahlreichen Boutiquen, Restaurants, Cafés, und Dienstleistungsbetrieben. Auffallend ist auch die Anwesenheit des Waregemer Rathauses, des Postamtes, des Polizeibüros, und des Finanzministeriums (Direkte Steuern, das Kataster, Registration und Mehrwertsteueradministration). Unter und rund dem Komplex ist ein Parkraum für ungefähr 850 Fahrzeuge. Der ganze Komplex wurde durch die Gemeinde Waregem gebildet und finanziert und ist somit Eigentum der Stadt.
Am 29. November 1784 bekam Waregem die Genehmigung um jeden Samstag einen Markt zu halten. Der Markt findet noch immer jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz statt.
Sehenswürdigkeiten
Waregem, und auch die Teilgemeinden, verfügen über zahlreiche Sehenswürdigkeiten, bemerkenswerte Gebäude und eine ausgebreitete Infrastruktur, die besuchenswert sind: Das Zentrum von Waregem und ‘Het Pand', das Kulturzentrum ‘De Schakel', der Park Baron Casier, das ‘Regenboogstadion', das Gaverbeekhippodrom und das Blosozentrum, der amerikanische Friedhof ‘In Flanders Field', Goed te Nieuwenhove, usw.
Nuttige adressen
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Gemeenteplein 2,8790 WaregemTel: 056 62 12 11Fax: 056 62 12 23
